Mittelalterliches Spektakel mit Pfiff

„StageArt“ präsentiert bei Seefestspielen aufwendige Robin-Hood-Geschichte

Stutensee-Staffort (awe). Die Legende von Robin Hood lebt wohl unsterblich weiter, auch wenn der vogelfreie Held selbst nur noch im Geiste in Erscheinung tritt. Denn in dem Theaterstück „Loxleys Erbe“, das der Stutenseer Verein „StageArt“ ab Freitag bei seinen zweiten Stafforter Seefestspielen aufführt, hat der grüne Bogenschütze längst das Zeitliche gesegnet.
Regisseurin Ulrike Partik-Raupp und Marcel Horvatitsch haben sich auf der Basis der variierenden Mythen für ihr Drehbuch eine ganz besonders originelle mittelalterliche Robin-Hood-Geschichte einfallen lassen. Da flammt der Widerstand 20 Jahre nach dem Tod des wehrhaften Recken gegen den noch leibhaftigen, grausigen Sheriff von Nottingham wieder auf. Doch nur eine von vielen Überraschungen: Nun ist es „Rowena“, die Tochter Hoods, die dabei mit dem Sohn von „Little John“ die Fädenzieht. Ein Generationswechsel also, der sich auch im Sohn des Sheriffs widerspiegelt, der genauso böse wie sein Vater ist.
Die Vorbereitungen für das aufwendige Open-Air-Spektakel laufen schon
länger. Nun folgten am Wochenende dieersten „Echtzeitproben“ am Abend.

Die 20-köpfige Erwachsenen-Crew des „Flick-Flack-Theaters“ von StageArt“ warf sich dabei nicht alleine in die Kostüme, um das spannende Geschehen mit Schwert- und Bogenscharmützeln durchzuspielen.

Ebenso werkelten die 17- bis über 50-Jährigen an den ersten Kulissen, vorab an einem hölzernen Unterschlupf für die Waldrevoluzzer.

Geschichte von Liebe und Kampf

Das Ambiente am Baggersee beim Fischerheim passt ideal.

„Natur war eine Vorgabe“, berichtet Ulrike Partik-Raupp.

„In Wald und Feld wollten wir das Mittelalter aufleben lassen.“ So sei anfangs etwa auch „Die Nebel von Avalon“ im Gespräch gewesen, bis dann die Entscheidung für Robin Hood gefallen sei.

Alles was man von dem kennt, findet sich im Stück wieder, ob Liebe oder Verrat im grundlegenden Kampf von gut gegen böse. Da der auch mal recht blutig vonstatten geht, sollten unter Sechsjährige diesen eher nicht verfolgen. Für so kleine Kinder sei die Handlung auch zu komplex, so die Regisseurin.
Allerdings habe man dabei auf eine zeitgemäße, nicht zu altmodische Sprache geachtet, damit die Leute sich mit den Protagonisten auch richtig identifizieren könnten. Alleine schon die Kostüme aber versprechen fantasievolles mittelalterliches Flair. Befördert wird das durch das begleitende, feurige Gauklertreiben von „Flamazing“ und Kveduff.

Termin


„Loxleys Erbe“ wird bei den Stafforter Seefestspielen aufgeführt jeweils ab 19.30 Uhr am Freitag, 8. Juni, Sonntag, 10. Juni, Freitag, 15. Juni, Samstag, 16. Juni, 19:30 Uhr, sowie jeweils um 17.30 Uhr am Samstag, 9. Juni, und Sonntag, 17. Juni. Aufführungsort: Tribüne am Fischerheim Staffort, nur bei schlechtem Wetter: am 8. bis 10. Juni in der Dreschhalle Staffort, am 15. bis 17. Juni in der Mehrzweckhalle Staffort.
Karten im Vorverkauf sind in den Bürgerbüros Blankenloch und Staffort erhältlich.


(erschienen in der BNN-Ausgabe 128 vom 05.06.2012) 

Rebellen und Gaukler

„Stage-Art“ setzt mit „Loxleys Erbe“ auf Atmosphäre

Stutensee-Staffort (ml). „Hält das Wetter oder wird es regnen?“ Das war am Freitagnachmittag für die Theatergruppe „Stage-Art“ die alles entscheidende Frage. Denn die geplante Aufführung in die Dreschhalle zu verlegen, hätte nicht nur viel Mühe gekostet, sondern auch das Flair dieses Open-Air-Spektakels aus dem englischen Mittelalter kaum ersetzen können.

Regisseurin Ulrike Partik-Raupp und Marcel Horvatitsch hatten sich die Sage von Robin Hood und Lady Marian vorgenommen und mit „Loxleys Erbe“ ein „Stage-Art-Special“ daraus gemacht. Das bedeutet: Ein Bühnenstück erfunden, gewürzt mit einer guten Prise Humor, geschrieben für hoch motivierte Schauspieler, ausgestaltet mit historischen Kostümen und angepasst an eine traumhafte Kulisse vor dem Stafforter Baggersee. Der stille See, auf dem auch mal ein Ruderboot zum Einsatz kam, und vor allem der Wald im Hintergrund boten Atmosphäre pur. Der Verzicht auf jede Bühnentechnik ließ das Mittelalterstück nur umso realistischer erscheinen.

20 Jahre ist Robin Hood schon tot, aber seine wehrhafte Tochter Rowena hat mit einer Handvoll übrig gebliebener Rebellen sein Erbe angetreten und dem bösen Sheriff von Nottingham Rache geschworen. Als ein Bandenmitglied dem Sheriff in die Hände fällt und aufgeknüpft wird, ist das Maß voll.

In typischer Stage-Art-Manier herausragend humorvoll profilierte Figuren sind die resolute Joanna (Maren Müller), der seinen Bierkrug nie aus der Hand gebende Friar Tuck (Eduard Schlegel) und die so gar nicht mädchenhaft daherkommende Rowena (Susanne Bekk). Rowena will an einem Turnier der Bogenschützen teilnehmen, um den Sheriff zu erschießen. Auf diesem Gauklerfest mit einer spektakulären Feuershow begegnet sie dessen Sohn. Das Schicksal nimmt den Faden auf. Als auch Joannas Tochter gefangen genommen wird, wird sie von Rowena auf raffinierte Weise befreit.

Abenteuerliche Fechtszenen und viel Blutvergießen geben dieser Szene Farbe. In einem dramatischen Schlussakkord entwirren sich alle Fäden und es vollzieht sich am Ende das klassische Happy End. Seither gibt es im Sherwood-Forest keine Rebellen mehr.

Die nächsten Aufführungen sind am Freitag und Samstag um 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 17.30 Uhr am Baggersee, bei schlechtem Wetter in der Mehrzweckhalle.

 

(erschienen in der BNN-Ausgabe 132 vom 11.06.2012)

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